Die Rolle der

Badenia – Bausparkasse

25 im Helgolandhaus von Heinen&Biege verkaufte Wohnungen brachten der Badenia Bausparkasse Kreditverträge in einem Gesamtvolumen von über 10 Millionen DM und Bausparverträge in entsprechendem Umfang.

Allein die abgeschlossenen Kreditverträge sichern der Badenia im Verlauf von 32 Jahren über Abschlussgebühren, Disagien, Zinsen usw. Gewinne in Höhe von mindestens 15 Millionen DM.

Ein Kreditinstitut nimmt bei einem Geschäft dieser Größenordnung den Geschäftspartner, der ihm die Kunden – übrigens auch noch bei vielen weiteren Objekten – zuführt und dem sie die Beratung dieser Kunden völlig überlässt, genauestens unter die Lupe. Auch die Immobilie, für die Darlehen bereitgestellt werden, wird genauestens begutachtet.

Die Vermittler von Heinen&Biege haben als Verkaufsargument regelmäßig das Schlagwort von der "bankgeprüften Immobilie" ins Spiel gebracht und auf die Kompetenz und das Renommé der Badenia verwiesen.

Die Badenia ihrerseits hat bei den Käufern z.B. durch die im Kreditvertrag ausgewiesene "Beleihungswertermittlung" und durch die von ihr verlangte Mitgliedschaft im Mietpool der Heinen&Biege-Tochter HMG signalisiert, dass sie den Geschäftspartner und das Objekt als solide einstuft. Das hat dem Geschäftsangebot von Heinen & Biege das Gütesiegel der Badenia aufgedrückt und den Ausschlag für die Entscheidung der Käufer gegeben.

Der Badenia muss klar gewesen sein:

Enthüllungen des Magazins "Focus" (Nr. 23 vom 2.6.2001) belegen "ungewöhnlich enge Kontakte zwischen der Bausparkasse und Heinen&Biege".

Die Bausparkasse Badenia wirbt um das Vertrauen gerade der Klein- und Normalverdiener mit dem schönen Slogan "Lebensträume werden wahr". Dieselbe Bausparkasse hat Hunderte - wahrscheinlich Tausende - von Menschen, die die Beteiligung der Badenia als Garantie für die Seriosität des Geschäftes ansahen, in den offenen Rachen des Immobilienhais Heinen&Biege treiben lassen.

Sie beruft sich jetzt auf die "Rechts"position, dass sie den Kreditnehmer nicht über mögliche Risiken informieren müsse, obwohl ihr Sachverhalte bekannt gewesen sein mussten, die das Scheitern der Anlageabsicht des Kunden garantierten. Sie erklärt zynisch, dass die Prüfung des Objekts und der Bonität des Käufers bankenüblich lediglich im Interesse der eigenen Sicherheit erfolge.

Es liegt auf der Hand, dass die Badenia ihr Gewinninteresse über die Verbraucherschutz – Interessen ihrer Kunden gestellt hat und stellt. Unbeirrt betreibt sie die für die Betrogenen fatalen Konsequenzen weiter. Sie lehnt Rückabwicklungen der Kreditverträge kategorisch ab, fordert die Zahlung der Zinsen unter Androhung der Zwangsvollstreckung ein, leitet Zwangsvollstreckung ein und zieht diese auch durch.

Zwangsvollstreckung bedeutet für Privatpersonen den unwiderbringlichen Verlust des Vermögens, jahrelange Pfändung aller Einkünfte, Abgleiten ins soziale Abseits bis hin zum Angewiesensein auf Sozialhilfe.

Für die Betrogenen der Immobiliengeschäfte ist die Lebensform einer modernen Variante der Sklaverei entstanden mit dem Motto "Arbeite, liefere dein Einkommen an "deine" Bank ab und lebe besch..eiden!"

Gefällt sich die Badenia in der Rolle eines Sklavenhalters?

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letzte Änderung: 19.7.2001
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